Katharina Wallmeier

Kunst ist wie die Haut einer Fliege, sie fluoresziert in allen Farben und sieht aus jeder Perspektive anders aus. Aber Kunst ist auch sehr viel langlebiger als eine einfache Fliege. Kunst ist für mich Denken in einer Einfachheit, Direktheit und sinnhaften Konsequenz sowie Ursprünglichkeit, wie wir sie in anderen Bereichen kaum finden werden. Fast wie ein Kind, in dessen Welt die Sonne Gelb und der gemalte Papa vor dem Haus genauso hoch ist, wie das Fenster im 2. Stockwerk. Praktikabilität mit einer unverkennbaren Aussage dessen, was wichtig ist und wie es wirken soll. Papa ist wichtig, also ist er groß im Bild. Diese ursprüngliche Art zu denken, ist eine große Herausforderung und man hört nie auf zu lernen, wenn man den Prozess des künstlerischen Denkens einmal in Gang gesetzt hat. Damit ist Kunst die kompromissloseste und doch ehrlichste, universelle Sprache, die man sich wohl vorstellen kann, weil sie mit den Elementen kommuniziert, die uns Menschen vereinen; unseren Sinnen und unserem Denken. Kunst ist für mich Fantasie, Realität, Irdisches, Überirdisches, Unvorstellbares und Unaussprechliches aber auch Wissenschaft, Philosophie und Psychologie in absoluter Freiheit zu einer neuen Welt kombiniert. Kunst ist unendlich in ihren Darstellungsformen, kann sich immer wieder neu erfinden, Neues und Altes verknüpfen und doch auch Blicke hinter gänzlich unbekannte Türen freigeben. Das schönste an der Kunst allerdings ist, sie beginnt schon in unseren Köpfen und löst sich mit ihrer Immaterialität im Wesen, von unserer materiell bestimmten Welt ab.

POW(mit Eva Bierau)~2020
Moments~2020
Distress~2019
Stahlleben~2019
Displaced~2020
La dolce Vita~2020
Lockdown Day M~2021
Wirklichkeit und ihre Spiegelung~2020
Melancholie 1~2018
Melancholie 2~2020